Delikat verzagt 2013

Delikat verzagt
ein Kriminalstück im Supermarkt

Ein Projekt der JugendTheaterGruppe im T-Werk Potsdam

Es sollte ein Krimi sein. Einer schlug die Mausefalle von Agatha Christie vor. Das Stück fanden wir gut. Nur wollten wir unsere eigene Version. Also dichteten wir die Figuren und Handlung so um, dass sie etwas mit uns zu tun hatten.

Aber da machte uns der Theaterverlag ein Strich durch die Rechnung: Das Stück ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht geändert werden, weder im Text, noch in den Figuren, es darf nicht einmal ein Mann durch eine Frau ersetzt werden, und schon gar nicht eine neue Figur dazu kommen. Was nun?

Da beschlossen wir einfach unabhängig von allen bestehenden, unser eigenes Kriminalstück zu  erfinden! Und das taten wir auch. Als Ort des Geschehens wählten wir ein Einkaufszentrum in Dippdorf, kurz nach der Bürgermeisterwahl.

Und das ist die Geschichte: 

Alle wollen den alten Bürgermeister. Doch der stirbt bei einem mysteriösen Unfall. Hat da jemand seinen Konkurrenten ausgeschaltet? Der junge Kunze übernimmt das Amt und eröffnet kurzerhand einen hochmodernen Delikatessenladen. Und dann taucht da plötzlich eine Leiche auf. Noch ein Streich von Kunze? Oder der komische Kauz von Schriftsteller? Frau Van de Berger tippt auf die verkannte Musikerin Carola. Es könnte aber auch der Techniker sein. Und wer ist eigentlich dieser angebliche LKW-Fahrer auf Durchreise? Eins steht fest, die Dippdorfer Bürger sind ernsthaft verzagt und so schnell kommt hier keiner mehr aus der Sache raus.

Es war gar nicht so leicht ein Mordmotiv zu finden und dazu noch möglichst viele Verdächtige. Selbstverständlich brauchten wir auch eine schlüssige Vorgeschichte und Handlung und nicht zuletzt einen interessanten Mord, oder vielleicht ein paar mehr?

 

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Gesamtleitung, Regie und Textbuch: Janina Sasse
Bühne: Heide Schollähn
Kostüme: Olga Schollähn
Licht und Technik: Henning Günther, Robin Wittkowski

Wir hatten eine tolle Premiere und vier weitere ausverkaufte und bejubelte Vorstellungen im T-Werk!

Fotos: Andreas Kermann